Welche Büroformen gibt es und welche Vorteile und Nachteile existieren?
Mit der Klärung dieser Fragen beschäftigt sich dieser Beitrag. Kein Büro ist wie das andere. Kein Unternehmen ist wie das andere. Deshalb ist es wichtig zu überlegen, ob das bestehende Bürokonzept noch zu Ihrem Unternehmen passt. Deshalb klären wir im ersten Schritt, welche Büroformen es überhaupt gibt. Danach beleuchten wir die Vor- und Nachteile, damit Sie ein ganzheitliches Bild über moderne Büro- und Arbeitsformen entwickeln können.
Die häufigsten Büroformen in Deutschland
Zellenbüros
Gruppenbüros
Open Space
Multi Space
Zellenbüro
Zellenbüros sind als Einzelbüros oder Mehrpersonenbüros in der Regel entlang der Fassade angeordnet und über einen gemeinsamen Flur zugänglich. Mehrpersonenbüros umfassen in der Regel bis sechs Büro- oder Bildschirmarbeitsplätze.” (Definition gemäß ASR A1.2)
Einzelbüros sind besonders für Tätigkeiten geeignet, die ein hohes Maß an Vertraulichkeit oder besondere Konzentration erfordern. Mehrpersonenbüros sind optimal, wenn eine Arbeitsgruppe eng zusammenarbeitet und bei Bedarf eine schnelle, gegenseitige Vertretung möglich sein muss.


Gruppenbüro
Gruppenbüros sind für die Einrichtung von in der Regel bis zu 25 Büro- oder Bildschirmarbeitsplätzen vorgesehene fensternahe Raumeinheiten, die mit Stellwänden oder flexiblen Raumgliederungssystemen deutlich voneinander abgegrenzt werden.” (Definition gemäß ASR A1.2)
Wie die Mehrpersonenbüros sind auch die Gruppenbüros ideal, wenn Teams eng zusammenarbeiten und die gegenseitige Vertretung eine wichtige Rolle spielt. Für individuelles, konzentriertes Arbeiten sind diese Räume dagegen weniger geeignet.
Fachwissen:
Falls Sie erwägen, mehrere kleine Räume zu einer größeren Büroeinheit zusammenzufassen, sollten Sie nicht nur auf die Statik des Gebäudes, sondern auch auf die Raumhöhen achten. Folgende Raumhöhen sind einzuhalten:
- bei bis zu 50 m² Grundfläche mindestens 2,50 m
- bei mehr als 50 m² mindestens 2,75 m
- bei mehr als 100 m² mindestens 3,00 m
- bei mehr als 2.000 m² mindestens 3,25 m
Quelle: ASR A1.2. Mehr Informationen zu dieser Technischen Regel finden Sie im Kapitel Flächenplanung.

Open Space
Offene Bürolandschaften (Open Space) sind keine eigenständige Raumform, sondern eine Kombination verschiedener Bürobereiche. Sie kombinieren unterschiedliche Arbeits- und Kommunikationszonen und ermöglichen den Beschäftigten somit, sich jeweils für den Arbeits- oder Aufenthaltsbereich zu entscheiden, der das beste Umfeld für die aktuellen Tätigkeiten darstellt. Jeder Mitarbeitende besitzt weiterhin seinen persönlich zugewiesenen Arbeitsplatz.


Multi Space
Dieses flexible Büromodell verzichtet auf Arbeitsplätze, die Mitarbeitenden fest zugewiesen sin. Stattdessen suchen sich alle Kollegen jeden Tag einen Platz, an welchem sie innerhalb der nächsten Stunden ihre Arbeit verrichten – ganz ihrem Zeitplan und anstehenden Aufgaben entsprechend. Auf diese Büroform setzen insbesondere Unternehmen, die ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Selbstständigkeit der Teams leben.

Einzigartiger Vorteil für Arbeitgeber
Der Vorteil für den Arbeitgeber besteht darin, dass er weniger Arbeitsplätze zur Verfügung stellen muss, weil Leerstände infolge von Dienstreisen, Home-Office, Teilnahme an Besprechungen, Krankheitstagen und Urlaub verringert werden.
Einzigartiger Vorteil für Mitarbeitende
Der Vorteil für die Beschäftigten liegt in der Möglichkeit, die frei werdende Fläche für eine abwechslungsreiche Gestaltung des Arbeitsumfeldes zu nutzen.
Info
Arbeiten in Bürolandschaften wird zunehmend mit non-territorialem Arbeiten kombiniert. Das bedeutet, dass alle oder ein Teil der Beschäftigten auf einen fest zugewiesenen Arbeitsplatz verzichten.
Derzeit herrscht im Durchschnitt in Deutschland ein Trend zur Unterauslastung, das bedeutet die Büros sind eigentlich zu groß und nicht effektiv genutzt.
Das trendige multitalent:
Multi Space Büro
Weil es viele Arbeitsplatzformen vereint